Posted by admin on Oktober 1st, 2008 — Posted in Allgemein
hack Die Frage stellt sich doch, wie kommt man auf die Idee einen neu
> installierten Kundenserver, zum Testen, in das FirmenNetz
> einzubinden?
> Bei Firmen in der Größe von MS, sollte doch ein Test-Netzwerk, für
> solche Zwecke, kein Thema sein.
>
> Gruß, asko
Ebend:
DAS KANN doch wohl nicht wahr sondern nur eine der vielen selten dummen
Ausreden sein. Wenn man sich das mal in Ruhe auf der Zunge zergehen
lässt: Ein Gerät, das zur Übergabe an den Kunden vorgesehen ist, wird
so ins Firmennetz eingebunden, dass man von dort aus an sensible Daten
herankommt. Und auf dieses Netz haben anscheinend Mitarbeiter (von zu
Hause?) Zugriff, die ihren Rechner nicht halbwegs wirksam schützen
können (zugegeben, mit M$-Produkten ja auch eine ewige Hatz zwischen
Hase und Igel
… Aber solche Leute arbeiten in einer der
weltgrößten Software-Firmen, deren Produkte für ihre Anfälligkeit
bekannt sind … sie sind eben nicht bei einem Schraubenhersteller für
die Kantinenbestellungen zuständig !
Junge, Junge.
Aber das passt vollständig zu dem Ding mit dem DNS-”Fehler”: alle vier
Zugänge im selben Subnetz: Um im gerade gebrauchten Bild zu bleiben:
Der Kantineneingang ist auch der einzige zur Firma, und wenn den mal
jemand mit nem Sandsack blockiert, kann halt keiner mehr rein.
Und solch einer Firma vertrauen selbst größte Unternehmen, indem sie
deren Software und Dienstleistungen kaufen, ohne erfahren zu dürfen,
was wirklich drin steckt ….
So, jetzt muss ich mich erstmal wieder erholen
kuli
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Posted by admin on September 29th, 2008 — Posted in Allgemein
hack
> > Ich find’s bedauerlich, dass es hier kein Moderatorsystem gibt
> > (a la Slashdot) dann waere Dein Posting naemlich gleich als Troll
> > auf -1 moderiert worden …
>
> Irrtum, dann hätte ich diesen Beitrag gar nicht geschrieben.
> Das war meine Art den Linux-Usern zu sagen, dass es sich bei dem
> Beitrag nicht um einen Bug eines OS handelt, sonder um menschliche
> Unzulänglichkeit.
[…]
Der Sinn ist also zu Muell noch groesseren Muell hinzuzufuegen um …
was? … am Ende weniger Muell zu haben? Im Gegenteil hat Dein Posting
zunaechst eine Linux Diskussion losgetreten (Konfiguration Mausklick
vs. Configdatei editieren) die nun in den Editorwar uebergeht, den
Distrowar hatten wir noch nicht, kann aber nicht mehr lang dauern. Wenn
Du also das Forum zumuellen wolltest hast Du wirklich erfolgreich einen
Beitrag geleistet. Vor allem, weil hier, mangels Moderatorsystem die
Trolle immer fleissig gefuettert werden.
Was tu ich hier eigentlich …
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Posted by admin on September 27th, 2008 — Posted in Allgemein
hackhja, ganz toll.
>
> Die Geeks haben was Neues erfunden
>
> (Wir) Bodybuilder nutzen diese Diätform (low-carb) schon seit
> Jahrzehnten um uns in Wettkampfvorbereitung zu bringen (5-8%
> Körperfett).
>
> Ausserdem ist Atkins nicht nur eine Diät sondern durchaus eine
> allgemeine Ernährungsform, die ich selbst sehr erfolgreich lebe (68kg
> bei 1,75m und dauerhaft <10% KF).
>
> Viel Glück, ihr Pummelchen…
>
> C.
Man kann mit der Vermeidung
von Hoch-Glykomischen Kohlenhydraten ähnlich erfolgreich sein,
ohne den Körper in den intensiv-Ketogenen (unnatürlichen und
ungesunden) Zustand zu versetzen.
Aktins ist einfach nur eine Übertreibung. Klar
war vor der Erfindung des Ackerbaus (damals noch Jäger
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Posted by admin on September 25th, 2008 — Posted in Allgemein
:
> > Du bist aber heute wieder charmant.
> >
> > Hast du Stress
>
>
> Noe, mir werden nur die “mit Linux waere das …” Threads auf den
> Wecker, besonders dann, wenn, wie hier, Linux erstens ueberhaupt
> nichts
> mit dem Thema zu tun hat, zweitens das auch niemand behauptet und
> drittens nur ein Allgemeinplatz daherkommt.
DANKE,DANKE,DANKE,DANKE,DANKE,DANKE,
Völlig egal, was bei Heise steht. Nach kurzer Zeit bricht der Krieg
zwischen den Kommandozeilenfanatikern und den Mausgläubigen aus, egal
obs zum Thema paßt oder nicht.
Es gibt weder “das” richtige noch “das” sichere OS. Wer etwas anderes
behauptet hat keinen Schimmer. Wenn man wenigstens etwas beim Thema
bleiben würde, wäre das Forum nur halb so zugemüllt.
regs nevada
dem die ewigen Diskussionen mit immer gleichen Argumenten und
Gegenargumenten auf den Keks gehen 
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Posted by admin on September 24th, 2008 — Posted in Allgemein
hack> asko (asko@online.de) schrieb am 26. Februar 2001 11:08:
> >
> > > auch passiert.
> > >
> > Nur Idioten wuerden das Gegenteil behaupten. Es braucht
> allerdings
> > einen noch groesseren Idioten um noch extra darauf hinzuweisen.
>
> Du bist aber heute wieder charmant.
>
> Hast du Stress
Noe, mir werden nur die “mit Linux waere das …” Threads auf den
Wecker, besonders dann, wenn, wie hier, Linux erstens ueberhaupt nichts
mit dem Thema zu tun hat, zweitens das auch niemand behauptet und
drittens nur ein Allgemeinplatz daherkommt.
Da bin ich dann gern mal uncharmant …
Ich find’s bedauerlich, dass es hier kein Moderatorsystem gibt (a la
Slashdot) dann waere Dein Posting naemlich gleich als Troll auf -1
moderiert worden …
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Posted by admin on September 23rd, 2008 — Posted in Allgemein
href=”http://seozap.com/blog/?p=289″> href=”http://eyeonwilliamson.org/?p=2651″>hackWas ist eigentlich so schlimm daran, die Maus anzufassen? Ist ja
> keine Ratte, die die Pest übertragen könnte… Oder doch?
eben. ich will _alles_ sowohl mit tastatur als auch mit maus
machen können, je nachdem wo sich meine hand gerade befindet.
> Nein, ernsthaft: woher rührt diese Maus-Phobie?
vermutlich aus zeiten, als mausorientierte systeme generell
eine beschissene tastaturbedieung hatten.. das ist ja
mittlerweile deutlich besser geworden. und vermutlich
ärgert sich jeder erfahrene shellbenutzer, wenn er plötzlich
vor einem nagelneuen BS sitzt und einen simplen batchjob
durch tausende von immergleichen mausklicks emulieren muß.
> Wusste gar nicht, dass die Configfiles Standard sind. Unter Unix
> und vergleichbaren Systemen vielleicht…
was man halt unter standard versteht.
aber er hat recht: die configfiles der selben applikation
sind in der unixwelt fast immer gleich, unabhängig vom system.
> > Aber es ist genial einfach dieses Linux
>
> Das sehe ich gar nicht so. Abwer vermutlich habe ich nur wieder die
> falschen Distris erwischt…
oder nicht genug zeit damit verbracht. oder schlicht und ergreifend
einen anderen geschmack als ich
th
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Posted by admin on September 23rd, 2008 — Posted in Allgemein
hack> Es wundert mich schon ein wenig, dass Emacs in diesem
> > Zusammenhang
> > noch nicht einmal erwaehnt wurde.
> Emacs hatten wir schon weiter unten, die Erwähnung dieses
> “Monstrums” (”Ist eigentlich kein schlechtes Betriebssystem, aber
> könnte einen besseren Editor enthalten”
hat mein Ursprungs-
> Posting mit ausgelöst.
Hmmm, da hat die Suchfunktion gestern doch tatsaechlich keine
Treffer zu “Emacs” geliefert. Sorry.
> Bei vi ist der Witz gerade, dass er einem auf
> jedem *x-System über den Weg laufen kann, und da werde ich
> nicht jedesmal erst ein neues Tastatur-Mapping erstellen.
Erstellen musst du bei Emacs gar nichts. Du _kannst_ es nur sehr
einfach. Ein VI-Mode ist uebrigens eingebaut.
> vi läuft nicht nur auf jedem *x, sondern ist auch garantiert
> *installiert*. (Allerdings habe ich heute nicht mehr mit so
> vielen *x-Systemen zu tun wie vor einigen Jahren.)
Also, ich will nun wirklich nicht VI schlecht machen. Er hat
sicher seine Berechtigung, gerade fuer schnelle sysadmin
Anpassungen und so. Es ist nur meine Erfahrung, dass es relativ
einfach ist, Windows-gewohnte Non-Engineers fuer Emacs zu begeistern.
Bei VI habe ich das noch nicht erlebt.
> Ganz dumme Frage: Was genau *macht* Deine Sekretärin mit Emacs ?
> (Meine Freundin ist Sekretärin, und unter ihren diversen
> Aufgaben ist eigentlich nichts, für das *irgendein* Editor das
> angemessene Werkzeug wäre.)
Also auch kein Micros~1 Word?
Allerdings, traditionelle “Sekretaerin” ist unsere “Executive
Assistant” in der Tat nicht. Bei uns laeuft halt viel in ASCII und
XML statt Word. Da kommt es z.B. zum Bearbeiten von ASCII-Resumes
oder Content fuer interne Webpages in XML usw. usf. Es hat sich
da als effektiver erwiesen, das alles in Emacs (mit entsprechenden
Modes fuer z.B. XML) machen zu lassen, als fuer jede Arbeit ein
gesondertes Human Resource Tool zu kaufen und die Person dafuer extra
zu schulen. (LaTeX macht die jetzige Exec Assistant uebrigens _noch_
nicht. Wenn ich nur mehr Zeit haette, wuerde ich sie da sofort drauf
ansetzen… :-))
> Meine Erfahrung: *Sag* den Leuten, welche *Befehle* sie benutzen
> sollen. Es kommt nicht darauf an, mit der Maus einen Punkt 1cm
> unter dem oberen Rand und 1cm vom linken Rand zu treffen, sondern
> das *Wort* “Datei” im Menübalken anzuklicken und dann im
> aufklappenden Menü auf “Speichern” (z. B.) - das lässt sich auch
> rein verbal ganz gut kommunizieren, z. B. auch über Telefon
Na, wer ist jetzt naiv?
GUI’s sind ja auch _so_ konsistent.
Rechter Mausklick, Doppelklick, Maustaste-und-Shift-gedrueckt-
halten-und-Maus-zum-Untermenue-(”Was issn ein Untermenue?”)-schieben-
(”Jetzt habe ich daneben geschoben und mein Untermenue ist weg”)
sind ja _so_ intuitiv. Und jetzt haben wir ja nur von Menus
gesprochen. Dann gibts da noch iconartige Buttons, buttonartige
Icons, icon- oder buttonartige Menus, Check-, Radio-, Spin- und
Comboboxes, Popup-Tooltips mit eingebetteten iconartigen
Menu-Buttons…
Wenn das alles so einfach zu erklaeren weare, warum haben Windows-App-
Tutorials meist Screenshots, die _zeigen_ muessen, was man nun genau
anklicken muss?
> Aber einen “GUI-Verächter” Kurse über GUI-Programme halten zu
> lassen, wäre ja auch fies …
Ganz im Gegenteil. Ich habe genuegend GUIs entwickelt, um ein
schlechtes zu erkennen, wenn ich es sehe…
Thorsten
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Posted by admin on September 22nd, 2008 — Posted in Allgemein
hack“Angestellte von Microsoft in Seattle beobachteten in der letzten
> Januarwoche, dass E-Mails, die sie vom Firmenaccount aus
> weggeschickt
> hatten, teilweise vier Tage lang unterwegs waren, bis sie ihre
> Empfänger erreichten. Ein Testlabor von Microsoft habe im Rahmen
> eines
> Versuchs riesige E-Mail-Dateien über das firmeneigene
> Internet-Mail-Gateway verschickt, gab Microsoft-Sprecher Adam Sohn
> gegenüber US-Nachrichtenagenturen als Begründung für die
> Verzögerungen
> an. “Der Test geriet wohl ein bisschen außer Kontrolle”, räumte der
> Sprecher ein.”
>
> http://www.heise.de/newsticker/data/mbb-02.02.01-000/
>
> Soviel zum Thema Microsoft und Test-Netzwerke
>
> Oder um es euphemistisch auszudrücken:
>
> Bei Microsoft wird wenigstens noch unter realistischen Bedingungen
> getestet
>
>
> TD
>
ein vorgeschmack auf den “lean” desktop(=OS, if $VENDOR=Microsoft) von
whistler??
*SCNR*
da hat man noch den eindruck, die software hat zu tun… da braucht man
auch solide hardware… vier tage mail… naja…
r.n.p.
-.
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Posted by admin on September 21st, 2008 — Posted in Allgemein
:
> Und warum denn immer möglichst unsichere default Einstellungen?
Ganz einfach: Hotline-Kosten.
Alle großen Hersteller/kommerzielle Distributoren von Betriebssystemen
bieten eine kostenlose Hotline für eine gewisse Zeit nach dem Kauf des
Produktes an. Es reduziert die Anzahl der Anrufe/Beschwerden erheblich,
wenn alles “an” ist.
> Sollte
> sich nicht die Maschine dem Menschen anpassen? Wäre ja fast so,
s.o.
Ist doch an den “Normalkäufer” angepaßt.
> wenn
> ich beim Autofahren eine Panne habe und der Hersteller kalten
> Arsches
> sagt: Haben Sie eine Ausbildung als KfZ-Mechaniker? Nein? Dann sind
> Sie
> selber schuld!
Das erinnert mich an die Vergleiche “Wenn Autofahrer so dumm wären wie
Computeruser”:
- Ich bin gerade mal 670km mit meinem Auto gefahren und nun
funktioniert es nicht mehr.
Haben sie auch nachgetankt?
- Nachtanken? Wieso das denn?
“Bremsen?!? Sowas sollte mein Auto doch wohl alleine machen können.”
usw.
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Posted by admin on September 21st, 2008 — Posted in Allgemein
> > Ich kann den Staat dazu bringen, andere mehr zu unterstützen und
> > damit aufzuhören wenige priviligiert zu behandeln.
>
> “Der Staat” heisst in diesem Fall “meine Steuergelder” (und auch die
> von anderen). Warum sollte der Staat mit meinem Geld Meinungen
> unterstützen? Ich bin der Meinung, dass der Staat so gut wie keine
> oder gar keine Subventionen zahlen sollte.
Weil es auch von den Steuergeldern der anderen gemacht werden würde
und dadurch jedem die gleichen Möglichkeiten bietet, aktiv zu sein?
Ein Sozialsystem, ähnlich wie dem der Krankenkasse. Alle bezahlen und
wenn du einmal besonders viel benötigst, kannst du es bekommen (so
jedenfalls auf dem Papier, dass es in der Realität anders aussieht,
hat auch wieder Gründe, ist aber auch nicht unveränderbar).
> > > Ich hatte schon mit Faschos zu tun, genauso wie mit Anarchos. Mein
> > > Fazit ist, dass die Unterschiede eher marginal sind. Die
> > > Denkstrukturen ähneln sich oft frappierend.
> >
> > Wie kommst du von Antifa auf Anarchos? Das ist, als wenn ich die USA
> > meine und von Canada rede…
>
> Nein, denn wie ich sage, habe ich mich mit einer Reihe von Ideologen
> beschäftigt und schliesslich einen gemeinsamen Nenner gefunden.
Und der wäre?
> > Wo impliziere ich es?
> > Ich habe sogar ein Problem damit, wenn Nazi-Seiten gefiltert werden.
> > Ich bin gegen regressive Maßnahmen. Denn jene Maßnahmen sind immer
> > nur Symptombekämpfung.
>
> In dem Du z. B. sagst, der Staat muss in den “Meinungsmarkt”
> eingreifen (bzw. andeutest, so richtig klar wurdest Du ja nicht).
Nein, ich rede nicht von “eingreifen”, sondern von ermöglichen. Und
ausserdem nicht von Markt. Wissen, Bildung und Meinung sollte
generell unkommerziell sein.
> > Schonwieder eine Symptombetrachtung und eine Resignierung vor ihnen.
> > Die Menschen sind nicht grottendämlich, weil es in ihren Genen
> > steckt, sondern weil sie schlecht gebildet sind und weil viele
> > Probleme sie daran hindern, eine vernünftige Bildung sich anzueignen.
>
> Es gibt Menschen, die sich für die Welt interessieren, sich Wissen
> aneignen und über die Welt und sich selbst und andere reflektieren.
> Die holen sich das Wissen auch so, bzw. ist es für mich nicht nur
> Wissen und Bildung, sondern ob jemand einfach denken kann und will.
> Andere haben ihre Vorurteile, ihren Glauben, ihre Ideologie - das
> gibt ihnen Sicherheit, das gibt ihnen Recht, also bleiben sie dabei.
Beidest ist aber nicht gottgegeben, sondern hat Ursachen, die man
ändern kann.
> Es gibt so etwas wie Eigenverantwortung.
> Heute liegt uns letzlich alles zu Füssen, und die Menschen machen
> dennoch nichts draus. Und das liegt in ihnen selbst begründet.
Wieder eine nette (und durchaus nicht falsche) Diagnose. Aber eine
Diagnose ist soviel wie eine Idee - alleine, ohne dahingehend
adäquates Reagieren ist sie wertlos.
> > Du kontrollierst sie aber trotzdem durch Informationsmanipulation.
> > Wenn du sie aufklären würdest, wie sie mit ihren Instinkten libertär
> > umgehen könnten, die Instinkte nicht unterdrücken sondern akzeptieren
> > und damit umgehen können, ihnen andere Ideale als Gefolgsamkeit und
> > Patriotismus vorhalten würdest, würde das schon viele Probleme lösen.
>
> Ich rede nicht davon, Instinkte zu unterdrücken, ich wäre nicht der
> Papst, sondern rede im Gegenteil davon, sie auszubeuten (theoretisch
> nur, natürlich…). Gefolgsamkeit funktioniert einfach sehr, sehr
> zuverlässig, also muss es doch irgendwo herkommen…
Dinge umschmeissen und kaputtmachen funktioniert auch sehr
zuverlässig. Nur gibt es eine Unterscheidungsnotwendigkeit zwischen
destruktivem und konstruktivem Reagieren.
> > Das stimmt nicht. Lange vorher gab es andere Gesellschaftsformen.
> > Menschen sind Sozialtiere, Menschlichkeit, Mitgefühl, und ein Gespür
> > für Sozialbeziehungen haben uns erst zum Menschen gemacht.
> > Man kann diese Instinkte regressiv oder progressiv beeinflussen.
> > Entweder man missbraucht sie zur Kontrolle oder man ermöglicht durch
> > sie ein friedliches Miteinander statt Gegeneinander.
>
> Herdentiere sind Sozialtiere. Ich habe negative Aspekte aufgeführt,
> Du führst positive auf.
Wie war das mit dem positiv Denken?
> Menschlichkeit, was ist das? Der Begriff, insofern er nur Teilaspekte
> von uns beschreibt, ist von vorneherein widersprüchlich. Menschlich
> ist auch der Wille nach Macht und Einfluss, andere zu unterwerfen und
> der unangefochtene Leitwolf zu sein.
Nein, das ist nicht menschlich, sondern das wäre “wölfisch”.
> Das Gegeneinander wäre nicht mal so das Problem, wenn es auf der
> Individualebene stattfände. Aber wir sind ja miteinander
> gegeneinander, Gruppe gegen Gruppe.
Eben. Das Problem mit dem Identifikationsdefizit. Wenn ich mich nicht
mit einer Gruppe identifiziere, sehe ich auch keine Notwendigkeit,
mit meiner Gruppe gegen eine andere zu kämpfen.
> > Das finden sie nur, wenn sie keine Chance hatten, eine eigene
> > Identität auszubilden. Dann identifizieren sie sich mit dem Charakter
> > einer Gruppe und setzen das Wohl dieser Gruppe über das Wohl des
> > Einzelnen. Gerade in Deutschland hat man eine Erfahrung mit
> > derartigen Manipulationen.
>
> Die Erfahrung hat man überall, weil es etwas zutiefst menschliches
> ist. Die Nazizeit wird gerne als etwas einzigartiges herausgestellt,
> dass ist sie aber nicht.
Das ist sie ganz und gar nicht. Es kann immer und überall passieren.
Das Ding mit dieser Erkenntnis umzugehn ist aber wiedermal der
Knackpunkt.
Grundlegende Eigenschaften sind nicht generell gut oder böse. Das ist
relativ und hängt davon ab, was man daraus macht.
> > Das ist nicht zu pauschalisieren. Es gibt viele Menschen, die eben
> > versuchen, aus diesen Strukturen wieder auszubrechen. Nur lässt man
> > sie nicht.
>
> Wer lässt sie nicht? Wer ist “man”?
“Man” ist immer der jeweilige Mensch, bzw. die jeweilige Gruppe, die
sich dem in den Weg stellt. Aus welchen Gründen auch immer. Auch hier
gilt es, im einzelnen zu analysieren woran es liegt und daraus die
Schlüsse zu ziehen, nach denen man konstruktiv agieren kann.
> > Du kommst nicht aus dem Osten, habe ich recht?
> > Ich habe 15 Jahre in der DDR verbracht und ich kann deine Ansichten
> > darüber nicht bestätigen.
>
> Nein. Korrigiere mich gerne.
In der DDR war nicht alles schlecht. Was nicht heissen soll, dass es
nicht gut wäre, dass sie vorbei ist, weil es eben doch eine Diktatur
war. Nur wird das Bild der DDR bis heute besonders im Westen
immernoch falsch dargestellt. So wie du es pauschalisierend gemacht
hast, war es jedenfalls ganz bestimmt nicht.
Natürlich wurden Menschen verfolgt und bespitzelt (aber sowas gibt es
ja sogar heute noch… über manche “Erungenschaften” der
Anti-Terror-Gesetze und co. hat Mielke damals sicherlich nichtmal zu
träumen gewagt) aber es ging nicht “allen” nur schlecht. Meine
Familie wurde z.B. auch überwacht und wir hatten auch IMs zu besuch
(wie wir nach der Wende aus den Akten erfuhren) und es ist gut, dass
es vorbei ist, aber wir haben uns nie wirklich unterdrückt gefühlt.
Es gab ganz viele Dinge, die durften nicht gesagt werden und wurden’s
trotzdem - im kleineren Kreise. Wirklichen Stress hat es dadurch bei
den Familien die ich damals kannte nie gegeben und vergleichbar
schlimm wie in so manch anderen Diktaturen war es schon gar nicht.
> > Richtig, und das wollten auch viele in der DDR so. Auch welche von
> > jenen, die am Umsturz beteiligt waren. Nur dann kam der Bundeskohl
> > und hat den Leuten hier ihren Traum vom Land wo Milch und Honig
> > fliesst um’s Maul geschmiert und sie nach Strich und Faden belogen
> > mit der Manier eines Versicherungsvertreter. Und die gutgläubigen
> > Ossis sind dem hinterher gerannt - die Wahrnungen aus den eigenen
> > Reihen missachtend.
>
> Ja. Und warum? Weil sie gehört haben, was sie hören wollten. Übel
> kann man es ihnen aber nicht nehmen, weil sie davor Jahrzehnte
> unterdrückt wurden.
Ich nehme es ihnen nicht übel. Aber auch nicht, weil sie angeblich so
schlimm unterdrückt wurden, sondern, weil sie einfach naiv waren und
genauso wie von tausenden Versicherungsvertretern und anderen
Klinkenputzern derbe über’s Ohr gehauen wurden, weil sie’s einfach
nicht besser wussten.
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