Re: Emacs-Erfahrungen - Microsoft-Hack durch fehlendes Server-Pa…
hack> Es wundert mich schon ein wenig, dass Emacs in diesem
> > Zusammenhang
> > noch nicht einmal erwaehnt wurde.
> Emacs hatten wir schon weiter unten, die Erwähnung dieses
> “Monstrums” (”Ist eigentlich kein schlechtes Betriebssystem, aber
> könnte einen besseren Editor enthalten”
hat mein Ursprungs-
> Posting mit ausgelöst.
Hmmm, da hat die Suchfunktion gestern doch tatsaechlich keine
Treffer zu “Emacs” geliefert. Sorry.
> Bei vi ist der Witz gerade, dass er einem auf
> jedem *x-System über den Weg laufen kann, und da werde ich
> nicht jedesmal erst ein neues Tastatur-Mapping erstellen.
Erstellen musst du bei Emacs gar nichts. Du _kannst_ es nur sehr
einfach. Ein VI-Mode ist uebrigens eingebaut.
> vi läuft nicht nur auf jedem *x, sondern ist auch garantiert
> *installiert*. (Allerdings habe ich heute nicht mehr mit so
> vielen *x-Systemen zu tun wie vor einigen Jahren.)
Also, ich will nun wirklich nicht VI schlecht machen. Er hat
sicher seine Berechtigung, gerade fuer schnelle sysadmin
Anpassungen und so. Es ist nur meine Erfahrung, dass es relativ
einfach ist, Windows-gewohnte Non-Engineers fuer Emacs zu begeistern.
Bei VI habe ich das noch nicht erlebt.
> Ganz dumme Frage: Was genau *macht* Deine Sekretärin mit Emacs ?
> (Meine Freundin ist Sekretärin, und unter ihren diversen
> Aufgaben ist eigentlich nichts, für das *irgendein* Editor das
> angemessene Werkzeug wäre.)
Also auch kein Micros~1 Word?
Allerdings, traditionelle “Sekretaerin” ist unsere “Executive
Assistant” in der Tat nicht. Bei uns laeuft halt viel in ASCII und
XML statt Word. Da kommt es z.B. zum Bearbeiten von ASCII-Resumes
oder Content fuer interne Webpages in XML usw. usf. Es hat sich
da als effektiver erwiesen, das alles in Emacs (mit entsprechenden
Modes fuer z.B. XML) machen zu lassen, als fuer jede Arbeit ein
gesondertes Human Resource Tool zu kaufen und die Person dafuer extra
zu schulen. (LaTeX macht die jetzige Exec Assistant uebrigens _noch_
nicht. Wenn ich nur mehr Zeit haette, wuerde ich sie da sofort drauf
ansetzen… :-))
> Meine Erfahrung: *Sag* den Leuten, welche *Befehle* sie benutzen
> sollen. Es kommt nicht darauf an, mit der Maus einen Punkt 1cm
> unter dem oberen Rand und 1cm vom linken Rand zu treffen, sondern
> das *Wort* “Datei” im Menübalken anzuklicken und dann im
> aufklappenden Menü auf “Speichern” (z. B.) - das lässt sich auch
> rein verbal ganz gut kommunizieren, z. B. auch über Telefon
Na, wer ist jetzt naiv?
GUI’s sind ja auch _so_ konsistent.
Rechter Mausklick, Doppelklick, Maustaste-und-Shift-gedrueckt-
halten-und-Maus-zum-Untermenue-(”Was issn ein Untermenue?”)-schieben-
(”Jetzt habe ich daneben geschoben und mein Untermenue ist weg”)
sind ja _so_ intuitiv. Und jetzt haben wir ja nur von Menus
gesprochen. Dann gibts da noch iconartige Buttons, buttonartige
Icons, icon- oder buttonartige Menus, Check-, Radio-, Spin- und
Comboboxes, Popup-Tooltips mit eingebetteten iconartigen
Menu-Buttons…
Wenn das alles so einfach zu erklaeren weare, warum haben Windows-App-
Tutorials meist Screenshots, die _zeigen_ muessen, was man nun genau
anklicken muss?
> Aber einen “GUI-Verächter” Kurse über GUI-Programme halten zu
> lassen, wäre ja auch fies …
Ganz im Gegenteil. Ich habe genuegend GUIs entwickelt, um ein
schlechtes zu erkennen, wenn ich es sehe…
Thorsten